Failure of the Year
failure of the year from edison on Vimeo.
failure of the year from edison on Vimeo.
Achtung: spekulativ, unbestätigt, geeky.
Letzte Woche traf ich jemanden von Google, der mir erzählt hat, dass er seit einigen Tagen im internen Google Testprogramm für einen Google Browser ist. Der Browser, der angeblich “Crome” heisst, soll über keine Menüleiste und keine Linkleiste verfügen, sondern lediglich die Adressleiste und die üblichen Vor/Zurück Buttons haben. Rechts neben der Adressleiste ist der Beschreibung nach ein Dropdown mit Links.
Wie bei Google zu erwarten löst die Eingabe eines Wortes in der Adresszeile eine Find-as-you-type Suche bei Google aus, angeblich soll die Browserstartseite eine automatisch aus häufig verwendeten Seiten generierte Seite sein. Die perfekte Integration mit allen Google Diensten ist wohl zu erwarten.
Ich versuche einen Screenshot zu bekommen, vermute aber der Browser baut auf Firefox auf (der (Code-)Name “Crome” erinnert stark an die Notation der bei vielen Mozillaprojekten verwendeten Sprache XUL) und rechne mit einem public Beta Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres. Angeblich laufen manche (interne) Google Applikationen noch nicht auf dem Browser, was mich verwundert, das würde eher auf ein neues Rendering Framework hindeuten.
Eine Funktionalität die früher public gehen dürfte, weil auch schon lange angekündigt, ist das intern bereits verfügbare und verwendete GMail Offline, natürlich auf Google Gears aufbauend.
Aber definitiv nicht so.
So, Urlaub für dieses Jahr erstmal vorbei. Zurück aus Südafrika, mit vielen Eindrücken, Geschichten und Ruhe. Schon wirklich verwunderlich was ein paar Wochen Abstand so bewirken können, am Ende bleibt immer die Frage ob das Leben nicht immer so sein sollte. Jedenfalls freue ich mich ebenso wieder hier zu sein wie ich mich gefreut habe weg zu sein.
Nach 3 Wochen kompletter Computer- und Internetabstinenz muss ich langsam aufholen, was so alles passiert ist.
Gar nicht mal so üppig, auch gut so.
Eines beschäftigt mich seit Montag: ich hab für 30. Juni einen Frühstückstermin im Hollmann Salon und hab keine Ahnung wen ich dort treffen soll. Hätt’ ich wohl besser eintragen sollen. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, bitte sagen, ist mir sehr peinlich.
Gestern schmökere ich im Kulinarisch Reisen Blog der Österreich Werbung und entdecke in der wunderbaren Location Liste einen Eintrag über die Fleischhauerei Scharmitzer, in Transdanubien. Betrieben vom Vater eines alten Schulkollegen, verbinden mich mit dem schmucklosen Gebäude im (für mich als südlichen Wiener) Niemandsland schöne Erinnerungen.
Einige Male war ich am Mittwoch bei Toni, und Mittwoch ist Wursttag. Da wird also das frische Fleisch verwurstet. Es wird geräuchert, geselcht, gekocht und am Ende entstehen duftende Ergebnisse. Wer jemals einen Leberkäse gegessen hat, der frisch vom Backen kommt, der weiss was ich meine.
Man hat Toni’s Vater die Begeisterung für den Beruf angemerkt, in jeder Situation. Was dann auch dazu führt, dass man oft mit zwei großen Säcken Wurst nach Hause ging.
Die ersten 4 6 Stunden auf der next08 sind gerade vorüber, und bisher ist das Ergebnis eher enttäuschend. Steve Rubel war erwartbar gut und klar, mit ein paar schönen Gedanken darüber welche Trends in Zukunft interessant werden könnten. Leider besteht das was ich bis dato gesehen habe, zum großen Teil aus Marketingpräsentationen von Firmen. Yahoo! erzählt von den großartigen Mobilaktivitäten, Google stellt im Gegenzug Android vor, Matt Cohler erzählt ein bisschen von Facebook. Die Jaxtr Präsentation ist über weite Strecken ein Product Pitch mit wenigen spannenden Ideen. Mal sehen wann ich den Post online stellen kann, das WLAN hat vor einer drei Stunden aufgegeben.
Update: Gerade sagt mir cellity, dass 870 der 1271 Teilnehmer bereits eingetroffen sind. Wow. Ein Drittel kommt erst kurz vor Schluss. Schlussdrittel?
Hamburg ist tot. Zumindest in der Zeit zwischen 20 und 22 Uhr an einem Mittwoch im Mai. In zwei Stunden Spaziergang durch die Stadt waren kaum Menschen, kaum Autos zu sehen, kaum Lokale in denen etwas los wäre. Ich bin an gefühlten 100 Starbucks’, Balzac’s, World Coffee’s vorbeigegangen, habe zwei Vapianos gesehen (übrigens das einzige Lokal das um 21.30 noch voll war) und unzählige Obdachlose. Überraschend viele, vielleicht fällt mir das in Wien auch nicht so auf. Oder es war wegen dem Kontrast. Hamburg ist in der Tat eine Luxusstadt, alleine der Geschäfte wegen. Aber auch durch die Architektur, alles wirkt sehr modern und nach Design, aber eben tot. Künstlich.
Auf dem Rückweg zum Hotel sagt eine Frau Mitte 40 die ihr Hab und Gut in einer Mülltonne mit Rädern vor sich herschiebt zu mir “Deutschland über Alles. Besonders Ost-Deutschland!”.
Als ich bei einem der letzten Barcamps über Processing sprach, war soetwas noch nicht absehbar, aber das macht Processing nochmal einen großen Schritt attraktiver, weil ohne Java in (modernen) Browsern integrierbar. Wow, großartige Leistung von John Resig.