Timing

Seit gestern verwende ich im Hausgebrauch ein Compaq Netbook mit dem neuen Windows 7 (Build 7100), dank einer Aktion von Microsoft Österreich, die einige BloggerInnen (Meral, Max, Helge und mich) eingeladen haben das Betriebssystem zwei Monate zu testen.

Für mich eine spannende Sache, weil ich (wohl als Einer von wenigen) von Vista bereits sehr überzeugt war. Ich verwende seit 2 Jahren auf meinem Sony Vaio Windows Vista und bin damit (bis auf einige kleinere Issues) sehr zufrieden. Ohne die Suche im Startmenü könnte ich nicht mehr arbeiten, das Programmmenü habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr verwendet. Prinzipiell gefällt mir Windows 7 also sehr gut, weil es Vista sehr ähnlich ist. Die Tatsache, dass Windows 7 auf einem Netbook smooth und schnell läuft, beeindruckt mich. Kleines Kommentar am Rande: die neue Taskleiste erinnert mich an die Linux Version die Ben auf seinem Netbook hatte, daran muss ich mich erst gewöhnen.

Was mich heute den ganzen Abend über das Betriebssystem nachdenken liess, war jedoch Google Wave. Die 1:20 der Demo war mit Abstand das Beste was ich seit langem gesehen habe. Inspirierend, frisch und “mindblowing”. Und alles läuft im Browser. Google Wave ist eine Art web-basiertes Betriebssystem für Web Applikationen, ähnlich wie Facebook es mit seinen Apps ist, jedoch deutlich enger integriert.

Bei der kurzen aber wunderbaren Einschulung die uns Georg Binder gegeben hat, sind mir zwei Aussagen aufgefallen:

“Wenn Apple etwas Neues herausbringt, dann freuen sich alle und wollen das unbedingt benutzen. Wenn Microsoft eine Neuerung einführt, dann fragen Alle wo man das zurückstellen kann.”

“Ihr könnt alle Applikationen auf dem Netbook installieren die ihr wollt, ihr könnt das Ding richtig zerschiessen.”

Ich versuche die letzten Tage irgendeine Applikation zu finden die mir wichtig erscheint die ich gerne installieren möchte, bis jetzt habe ich nur Google Chrome und Mozilla Firefox installiert. Der Browser ist viel mehr mein “Betriebssystem” als Windows. Erstaunlich. Und ich freue mich schon prinzipiell Windows 7 testen zu können, aber am Besten gefällt mir, dass das Betriebssystem nicht unangenehm auffällt.

In der “Einschulung” bekamen wir einen kurzen Blick auf kumo, das jetzt wohl bing heissen wird (spannend auch der Twitter Buzz). Und immer noch denke ich die ganze Zeit über die Konsequenzen nach die Google Wave haben wird.

Manchmal ist es in der Tat eine Frage des Timings.

ffffound

Immer wieder ein Quell der Inspiration und Freude.


Ways to be cool

[via mareen]

Google Docs serious Security Flaw

I just discovered something that I consider a serious security flaw in Google Docs. If you get invited by someone to view a Google Doc (let’s say a spreadsheet), and the person bookmarks that URL on delicious, anyone (!) is able to view the document.

I set up an example:

http://spreadsheets.google.com/ccc?key=pka1kBLVQULUUXmx_7p1Cbw&inv=mjschuster@aon.at&t=5885002335335438163&guest

This uses my personal Email Adress, with no Google Account associated. If you click on the Link, you’ll see the document that I initially set as private, with the option (in German)

  • Für die Anzeige dieses Elements ist eine Anmeldung erforderlich.
  • Datenschutz: Anmeldung immer erforderlich.

Reminds me of Helge’s discovery: http://www.helge.at/2007/04/google-revealing-email/

Peter Fox ist ein Luxusartikel

Heute habe ich versucht in zwei Bestellungen bei Amazon auf eine Gesamtmenge von zwei (2!) Exemplaren des Albums “Stadtaffe” von Peter Fox zu gelangen. Unmöglich.

Bereits bei der ersten Bestellung wurde mir von Amazon mitgeteilt, dass ich höchstens ein Stück kaufen könne, gerade eben wieder. Dazu muss gesagt werden, ich hab schon eines zu Hause, hätte aber gerne zu Weihnachten noch mehr Menschen damit beglückt, was Amazon (oder die Plattenfirma?) nicht zulässt.

Wirklich strange. Ich erinnere mich noch gut an eine Zeit, als die Musikindustrie gejammert hat, dass niemand mehr CDs kauft. Ich will ja. Wirklich. Aber so?

Home

Wish I were with you
I couldn’t stay
Every direction
Leads me away
Pray for tomorrow
But for today

All I want is to be home

Stand in the mirror
You look the same
Just lookin’ for shelter
From cold and the pain
Someone to cover
Safe from the rain

All I want is to be home

Echoes and silence
Patience and grace
All of these moments
I’ll never replace
No fear of my heart
Absence of faith

All I want is to be home
All I want is to be home

People I’ve loved
I have no regrets
Some I remember
Some I forget
Some of them living
Some of them dead

All I want is to be home

Foo Fighters – Home

Mit eigenen Waffen geschlagen

Interessant zu lesen:

Unter den Händlern wuchs der Ärger auf Börsenbetreiber und Porsche: Von einer “Sauerei” und einem “Spielcasino” ist die Rede. Porsche weist jede Schuld von sich, die Börse reagierte schließlich doch.

Spät aber doch entsteht wohl offensichtlich ein Gefühl von Ethik. Der einzige Unterschied: Porsche hat über Nacht einen Effekt genutzt, den findige Börsenhändler über lange Zeiträume seit Jahren nutzen. Touché.

Die Madonna der österreichischen Innenpolitik

Ich hab lange gezweifelt ob ich ein paar Gedanken dazu aufschreiben soll, es ist ja schon allzu viel gesagt und erzählt worden, in den letzten Tagen und Wochen, bleibt wenig übrig. Jetzt also doch.

Mich hat der Tod Jörg Haiders am Samstag stark beschäftigt. Nicht weil ich Haider vermissen würde, aber weil es plötzlich, unerwartet und heftig kam. Ging wohl vielen so, egal wo ich hinkam, überall war er Thema, überall war eine ähnliche Bedrückung uns Sentimentalität zu spüren. Nicht immer aus Sympathie, sondern eher Sentimentalität. Vermutlich auch, weil es in meiner Generation keinen Politiker gab, der so eine Konstante gewesen wäre, so geprägt hätte wie Jörg Haider.

Mich hat Jörg Haider stark politisiert. Ich erinnere mich an seinen Auftritt in Perchtoldsdorf, es muss 1992 oder 1993 gewesen sein, als wir mit einigen Klassenkollegen unser politisch-moralisches Gewissen entdeckten und uns als Aufmüpfige unter die (überschaubare) Menge älterer Damen und Herren mischten um mit Buh Rufen die Veranstaltung zu stören. Wir hörten damals viele Rechtfertigungen der Menschen rund um uns, viel über den Krieg und die Aufbauphase danach, ich habe ein Bild davon als wäre es gestern gewesen.

Vermutlich ist das der Grund für die Bedrückung. Jörg Haider war im politischen Sinne für mich so etwas wie Nirvana, die mich zum Gitarrenrock-Grunge-Seattle-etc. gebracht haben. Ich hab den Tod Kurt Cobains nicht erlebt, nicht bewusst, aber Nirvana hat mich geprägt. Genauso Jörg Haider.

Man kannte Haider ja letztendlich nur in einer öffentlichen Pose. Als Madonna der österreichischen Innenpolitik. Statt mit Britney Spears wird da mit den Rechten Europas oder mit Arabern geschmust, so sicher wie der Aufstieg ist auch die ständige Neuerfindung. Wenn Madonna das Plattenlabel wechselt, dann gründet Haider gleich seinen Wählverein neu.

Was aktuell in Österreich umgeht, ist in vielen Fällen unverständlich und bizarr. Es ist die rosa-rote Brille des Vergessens und der Verklärung, die Haider posthum in einem neuen Licht erscheinen lässt. Wirklich? Nein, denn allerorts (natürlich eher in der intellektuell-bürgerlichen Journalisten und Bloggerszene) wird Unmut laut. Wird an Statements und Positionen über die Jahre erinnert, die so nicht akzeptabel waren und noch immer sind. Man muss sagen, der öffentliche Jörg Haider, war kein guter Mensch. Er war hart und mitleidslos, ideologisch in vielen Fällen daneben, hat für einen raschen Witz oder eine flüchtige Pointe gerne mal tiefste Schubladen geöffnet und war niemals konsequent und verlässlich in seinen Positionen.

Da fallen einem hunderte Anlässe ein, viele davon werden gerade jetzt ins Gedächtnis gerufen. Mir ist ein Ausschnitt aus dem Report von vor einigen Monaten gut im Gedächtnis, bei der er Gaby Schaunigg von der SPÖ vor laufenden Kameras bei einer öffentlichen Veranstaltung auf mieseste Art und Weise herabwürdigte und daraus politisches Kapital schlagen wollte. Er war ein Volkstribun der schlechteren Art, volksnah aber genauso rücksichtlos, gerade wenn es ums Geld ausgeben ging. Das gilt zumindest für den öffentlichen Jörg Haider.

Der private bleibt gut verborgen, denn über die Familie, seine wahre Persönlichkeit und seine schwachen Momente wurde wenig bekannt. Man könnte sogar meinen, er war einer der letzten Politiker dieser Art, denen grössere Enthüllungen erspart blieben. Angreifbar war er sicher, mindestens genauso wie Faymann in der Presse als “Maturant, der nie richtige Arbeit gemacht hat” dargestellt wurde.

Das ist es auch was mich verwundert, dass in dieser Situation viele über die Grenzen gehen und genau jenes Mitleid vermissen lassen, das nötig wäre um ehrlich für sich reklamieren zu können einen Hauch besser als Mensch zu sein, als es Jörg Haider war. Das Wort “Pietät” fällt wieder erstaunlich oft in den Medien. Armin Wolf hat seine Herangehensweise jüngst korrigiert und das stimmt mich versöhnlich, denn am Abend des Samstag, als er Stefan Petzner fragte ob Jörg Haider mit seinen politischen Ambitionen denn nicht gescheitert sei, war mir nicht verständlich warum das relevant sein sollte.

Jörg Haider bleibt, trotz und wegen seines Todes, einer der bedeutendstend Politiker dieses Landes. Nicht weil er besonders viel erreicht hätte, sondern eher weil er so konstant für etwas stand, was diesem Land über weite Strecken leider fehlt: einen leidenschaftlichen Politiker mit einer differenzierten Meinung. In vielen Fällen einer seltsamen, kruden, dummen Meinung, aber immerhin mit einer Meinung. Ein Politiker der so konsequent Nachwuchs aufgebaut hat, dass die Buberlpartie als Negativbeispiel für Nachwuchs herhalten muss.

Und das ist auch schon die große Faszination des Jörg Haider: immer sehr gegensätzlich. Denn ich finde es prinzipiell schon gut und richtig, dass jemand mit 27 die Führung einer Partei übernehmen kann (das passiert zu selten), gleichzeitig muss jeder klar denkende Mensch erkennen, dass jemand der so nah am Wasser gebaut ist, eine solche Position nicht lange ertragen kann.

Oder dass jemand, der nach übereinstimmenden Aussagen wenig bis gar nichts getrunken hat, mit 142 km/h und 1,8 Promille auf einer Landstrasse stirbt. Mit gebrochenem Rückgrat und abgetrenntem Arm. Weil er links überholt und nach rechts abdriftet, geradezu sinnbildlich für seinen politischen Kurs. In einem Auto namens Phaeton. An einem der wichtigsten Kärtner Feiertage, just 2 Wochen nachdem er eindrucksvoll aus der politischen Versenkung auferstanden ist. Ein Stoff aus dem Legenden sind. Der Mythos Haider wird gerade erst geschrieben und ich vermute, die Geschichte wird noch um einiges reicher werden.

Rot-Schwarz-Grün

Gestern kam in den Medien und auch bei Christoph Chorherr die Diskussion über die (unglücklich benannte) Kenia Koalition auf, die momentan meine präferierte Variante wäre. Um einmal gründlich alle Argumente dazu zu prüfen, hier folgender Versuch, ich bitte um Ergänzungen und Kommentare:

Warum Rot-Schwarz-Grün?
Weil ich eine Koalition ÖVP-FPÖ-BZÖ für furchtbar und unwahrscheinlich halte, da würde tatsächlich aus Populismus heraus ständig weitergestritten. Weil die Grünen eine neue Qualität in eine Koalition einbringen könnten und (bei guter Performance) gestärkt werden könnten. Weil auch gerade die grüne Basis sich in einer Koalition mit beiden Partnern konsolidieren könnte, weil es auf beiden Seiten Anknüpfungspunkte gibt.

Warum nicht Rot-Schwarz-Grün?
Weil das eventuell die Grünen zerreibt, weil das eventuell FPÖ/BZÖ noch mehr Platz verschafft, weil das eventuell auch gar nicht funktioniert.

Was wären mögliche 5 Projekte für Rot-Schwarz-Grün?

  • Steuerreform 2010 – sozial, ökologisch nachhaltig und dennoch gut für die Wirtschaft.
  • Bildungspaket – da gäbe es viel zu tun, wenn das ordentlich aufgesetzt würde, im Sinne eines richtigen Prozesses (der sich nicht ausschließlich um die Frage Gesamtschule ja/nein dreht).
  • Politische Kultur neu – einen Demokratiekonvent mit breiter Beteiligung, der auch Fragen nach dem Wahlrecht diskutiert.
  • Verfassung neu – ein neuer Anlauf, der auch der ÖVP wichtig scheint und dem BZÖ den Wind aus den Fahnen nehmen könnte.
  • Energiewende – nicht unbedingt gleich raus aus Gas/Öl, aber zumindest eine Diskussion über mögliche Richtungen.

Notiz: bewusst nicht: Grundsicherung, weil das momentan kein massenfähiges Thema ist.

Wer könnte welche Agenden übernehmen?
Eine blödsinnige Diskussion per se, aber vielleicht ganz gut um zu visualisieren wie Grün in der Regierung aussehen könnte:

  • Justiz: SPÖ
  • Bildung/Unis: Grüne
  • Wirtschaft: ÖVP
  • Inneres: Grüne (wäre ein Zeichen) oder ÖVP (würde FPÖ/BZÖ ruhig halten)
  • Aussen: ÖVP
  • Finanz: SPÖ, vermutlich mit ÖVP Staatssekretär
  • Frauen: Grüne (wäre nur ehrlich)
  • Kunst/Kultur: Grüne
  • Verteidigung: SPÖ
  • Landwirtschaft: ÖVP

Wer ist dagegen / dafür?
Faymann, Erwin Pröll und Wolfgang Schüssel sind sicher genauso dagegen wie die Kronen Zeitung, Österreich und die IV. Erhard Busek, die Grünen WählerInnen, weite Teile der ÖVP (Macherhalt!) und die Presse sind sicher dafür.

Die Gretchen Frage
Was passiert mit FPÖ/BZÖ in einer solchen Konstellation? Heute hörte ich Fritz Plasser darüber sprechen, der meinte dass das aufgelegt für FPÖ / BZÖ wäre, ich bin mir nicht sicher ob das so gesagt werden kann. Selbst Politologen haben sich schon so häufig geirrt was die Stärke / Schwäche des dritten Lagers anlangt, ich bin mir nicht sicher ob das so stimmt. Und selbst wenn die Kräfte stärker werden, bei einer normalen grossen Koalition werden sie das sicherlich auch, bei einer Minderheitsregierung ebenso und in einer Regierung mit der ÖVP vermutlich auch (siehe den gebrochenen Mythos des Haider-Zähmers Schüssel). Es ist also “g’hupft wie g’hatscht” wie man in Wien sagen würde.

Nachbetrachtung

Gestern zu fragen ob Wilhelm Molterer zurücktritt wahr ohnedies nur eine rhetorische Frage. Besser hätte es heissen sollen: wann tritt er zurück. Ich hatte zuerst noch gedacht er würde am Wahlabend seinen Rücktritt anbieten, am Tag danach ist aber auch recht rasch und deutlich.

Ein paar Einschätzungen vom Tag danach:

  • Ich dachte zuerst, dass die Einschätzung es hielte sich um eine Protestwahl wäre zu kurz gegriffen, übereinstimmend deutet aber alles darauf hin, das das Ergebnis genau das ausdrückt.
  • Es wird deutlich, dass eine große Koalition in der Tat tot ist, zumindest in der öffentlichen Meinung. Dazu hat auch der Wahlkampf von Haider und Strache viel beigetragen. Im Übrigen auch der von Werner Faymann, der meinte es wurde genug gestritten. Schlechte Taktik für jemanden der sich alle Varianten eindrucksvoll und glaubwürdig im Vorhinein verbaut.
  • Ich sehe es wie Christoph Chorherr, dass wir an dieser Stelle eine Debatte über die politische Kultur und unser System brauchen. Ich habe vor der Wahl an einer Initiative mitgewirkt die genau das zum Thema hat, der Vorschlag war da: machen wir doch nach der Wahl zu erst einen Demokratiekonvent bevor wir eilig wieder eine Koalition zusammenflicken.
  • Die ewige Punzierung von FPÖ und BZÖ als “Rechte” ist, bei aller Abneigung die ich persönlich verspüre, völlig falsch. Das ermöglicht Haider und Strache nur noch besser den Protest zu verkörpern, das “Andere”, das “Neue”. Vermutlich sollte man Strache recht geben und die Ausgrenzung beenden, das würde das “dritte Lager” keineswegs salonfähiger machen als es ohnedies schon ist.
  • Die Themen und Positionen mit denen FPÖ und BZÖ gewonnen haben, sind linke Positionen. Wenn man an dieses Spektrum noch glaubt. Es ist durchwegs Sozialpolitik mit Etatistischem Anstrich die da vertreten wird, einzig die BZÖ Forderung den Bundesrat abzuschaffen und das Parlament zu verkleinern wäre vielleicht noch liberal-progressiv.
  • Sowohl die Grünen als auch die ÖVP haben in ihrem Wahlkampf und bei der Wahl des Spitzenkandidaten Fehler gemacht. Man kann das im Nachhinein immer leicht behaupten, aber es wirkt derzeit so.
  • Beide Parteien werden mehr brauchen als einen neuen Obmann / eine Obfrau um sich zu erneuern. Da wird es massive Diskussionen geben müssen.
  • Ich hoffe sehr dass die Diskussionen nicht wie in den Interviews am Wahlabend auf die arrogante Position des “wir sind zu gut für die Welt”, “Ehrlichkeit wird nicht geschätzt” oä. hinauslaufen. Ich glaube fest an ein bürgerlich-liberales Potential für die Grünen von ca. 20 %. Die derzeitige Ansprache dieses Lagers funktioniert eindeutig nicht.
  • Die SPÖ hätte entgegen eigener Einschätzung auch eine intensive Nachdenkphase und viel personelle Erneuerung nötig. Aus derzeitiger Sicht wird das natürlich nicht passieren.
  • Die politische Landschaft in Österreich hat sich verändert. Zumindest für die nächsten Jahre. Wie jedoch 1999 gezeigt hat, muss das nicht nachhaltig sein.
  • Ein wichtiges Update: wenn jemand aus der ÖVP (wie gerade Platter in der ZIB2) sagt, dass man sich die Oposition genau ansehen werde, dann ist das einfach seltsam. Es gibt derzeit keine realistische Koalitionsvariante ohne die ÖVP. Bitte können wir den Bullshit beenden? Danke.